Titanopsis calcarea

Im Januar blüht noch nicht allzu viel bei unseren Sukkulenten. Aber zu den wenigen gehört Titanopsis calcarea.
Die Gattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) bekam den botanischen Namen wegen der Farbe der Epidermis. Abgeleitet vom griechischen titanos für ‘Kalk’ oder ‘Gips’ und opsis für ‘Aussehen’.

Titanopsis calcarea©DornenProjekt.de
Titanopsis calcarea©DornenProjekt.de


Das soll auf die Kalkstückchen an ihrem Fundort hinweisen, die ihrer Epidermis ähneln. Diese Mimikry dient dort zu einer perfekten Tarnung.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1926 durch Gustav Schwantes. In dieser Gattung sind je nach Autor zwischen 3 und 6 Arten anerkannt.

Titanopsis calcarea©Kaktusmichel.de
Titanopsis calcarea©Kaktusmichel.de


Eine dieser Arten, stelle ich heute vor: Titanopsis calcarea.
H. Marloth beschrieb diese Pflanze 1907 als Mesembryanthemum calcareum.
Schwantes benannte es 1926 in Titanopsis calcarea um.
Der Artname ‘calcarea’ wiederholt die Bedeutung des Gattungsnamens, aus dem lateinischen übersetzt, so viel wie „kalkig“ oder „kreidig“ und beschreibt den Lebensraum dieser Gattung.
Das ursprüngliche Vorkommen dieser schönen Sukkulente ist im Sommerregengebiet von Südafrika, in den Provinzen Freistaat, Nord Cap und Nordwest.

Die rosettenförmig angeordneten Laubblätter ergeben einen Pflanzendurchmesser von 6 bis 8 cm und bilden im Laufe der Jahre Gruppen aus.
Ihre Blätter werden etwa 2,5 cm lang, sind grau bereift, im oberen Drittel weißlich bis grünlich-bläulich, manchmal etwas rosa angehaucht bewarzt und etwa 0,8 bis 1,2 cm breit, wobei die Basis schmäler ist.
Die gelbe Blüte erscheint im Dezember bis Februar und erreicht einen Durchmesser von 2 cm, nachdem sie schon mehrere Tage aufgegangen ist. Es handelt sich um pflegeleichte Art, sie wächst in mineralischem Boden sehr gut aus Samen heran.

Titanopsis calcarea©DornenProjekt.de
Titanopsis calcarea, Blüte beim ersten Öffnen. Mit jedem weiteren öffnen wird die Blüte größer©DornenProjekt.de

 

Die Samenkapsel mit ihren 6 Fächern öffnet sich bei Kontakt mit Wasser.
Aber in Kultur sollte dieses Mittagsblumengewächs nicht mit Wasser übergossen werden, lieber von unten anstauen oder um die Pflanze herum gießen.
Das Pflanzsubstrat ist mineralisch, es kann, muss aber nicht, extra Gips oder Kalk zugegeben werden.
Düngen, wenn überhaupt nur einmal im Jahr.
Die Vermehrung gelingt leicht aus Samen oder durch Teilung. Angeblich vertragen diese Pflanzen bei trockener Überwinterung bis zu -10 °C.

Ein Blatt von Titanopsis calcarea im Nahbereich©Kaktusmichel.de

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